Belege digital an den Steuerberater übermitteln: der Leitfaden

Belege digital an den Steuerberater übermitteln: der Leitfaden

Julia Müller

Julia Müller

Lesezeit ca. 6 Minuten / veröffentlicht am

Belege übermitteln Sie am sichersten und einfachsten digital über das Portal oder die App Ihrer Steuerkanzlei: Sie fotografieren den Beleg mit dem Handy ab, und er landet verschlüsselt und sortiert direkt bei Ihrem Steuerberater. Auch per E-Mail oder Cloud-Ordner geht es, doch beide haben Grenzen bei Sicherheit und Ordnung. Der App-Weg ist für unterwegs der einfachste.

Ob Handwerksbetrieb, Freiberuflerin oder kleines Unternehmen — irgendwann stapeln sich die Belege, und die Frage ist jedes Mal dieselbe: Wie bekommt Ihr Steuerberater sie am besten? Die gängigen Wege im Vergleich, damit nichts verloren geht, alles lesbar ankommt und Ihre Daten geschützt bleiben.

Die vier Wege im Überblick

Weg Sicherheit Ordnung Aufwand für Sie
E-Mail gering (unverschlüsselt) gering mittel
Cloud-Ordner mittel mittel mittel
Portal der Kanzlei hoch hoch niedrig
App der Kanzlei hoch hoch sehr niedrig

E-Mail: schnell, aber mit Grenzen

Die E-Mail ist der naheliegendste Weg — fast jeder nutzt sie täglich. Für einen einzelnen, unkritischen Beleg mag sie genügen. Doch für vertrauliche Steuerunterlagen hat sie zwei Schwächen: Eine normale E-Mail ist in der Regel unverschlüsselt unterwegs, also so offen wie eine Postkarte. Und im Postfach Ihrer Kanzlei landen Ihre Anhänge zwischen hunderten anderer Mails, wo sie erst sortiert und zugeordnet werden müssen — dabei geht leicht etwas unter. Warum die E-Mail als Belegkanal an ihre Grenzen stößt, lesen Sie im Beitrag E-Mail ist kein sicherer Belegkanal.

Cloud-Ordner: besser sortiert, aber umständlich

Ein geteilter Cloud-Ordner (etwa über einen Link Ihrer Kanzlei) hält Belege besser zusammen als das E-Mail-Postfach. Für Sie bleibt es aber umständlich: Sie müssen Dateien benennen, in den richtigen Unterordner ziehen und darauf achten, den Link nicht weiterzugeben. Bei vielen US-Cloud-Diensten kommt hinzu, dass der Datenschutz für sensible Steuerdaten nicht ideal ist. Als reiner Ablageort funktioniert eine Cloud, aber sie sagt Ihnen nicht, was noch fehlt, und erinnert Sie nicht an Fristen.

Das Portal oder die App Ihrer Kanzlei: der sichere Standard

Nutzt Ihre Kanzlei ein Mandantenportal oder eine App, ist das für Sie meist der beste Weg — und oft der einfachste. Die Vorteile:

  • Sicher: Ihre Belege sind verschlüsselt unterwegs, nicht offen wie eine E-Mail.
  • Sortiert: Jeder Beleg landet automatisch am richtigen Ort, Sie müssen nichts benennen oder einordnen.
  • Mit Überblick: Sie sehen, was Ihre Kanzlei noch von Ihnen braucht, und werden rechtzeitig an Fristen erinnert.
  • Mobil: Mit der App fotografieren Sie den Beleg einfach ab — kein Scanner nötig.

Wenn Ihre Kanzlei eine App anbietet, ist das Abfotografieren mit dem Handy der schnellste Weg von allen. Wie eine solche Steuerberater-App für Mandanten funktioniert, zeigt der verlinkte Beitrag. Grundsätzlich gilt: Fragen Sie Ihre Kanzlei, welchen digitalen Kanal sie bereitstellt — und nutzen Sie ihn. Er ist in aller Regel besser abgesichert als jeder Weg, den Sie selbst zusammenstellen. Mehr Hintergrund dazu, wie sich Daten sicher an die Kanzlei übertragen lassen.

Worauf Sie beim Übermitteln achten sollten

Egal welchen Weg Sie wählen — mit ein paar einfachen Punkten ersparen Sie sich und Ihrer Kanzlei Rückfragen:

  1. Lesbarkeit: Fotografieren Sie bei gutem Licht, gerade von oben und so, dass der ganze Beleg scharf und vollständig im Bild ist. Ein abgeschnittener Betrag oder ein unscharfes Datum bedeutet eine Nachfrage.
  2. Vollständigkeit: Schicken Sie beide Seiten, wenn hinten etwas steht, und lassen Sie keine Belege weg, weil sie „unwichtig" wirken — das entscheidet Ihre Kanzlei.
  3. Keine kryptischen Dateinamen: IMG_4823.jpg hilft niemandem. Über ein Portal oder eine App entfällt das Benennen ganz, weil der Beleg direkt zugeordnet wird.
  4. Fristen im Blick: Liefern Sie rechtzeitig, nicht auf den letzten Drücker. Ein Portal, das Sie automatisch erinnert, nimmt Ihnen dieses Mitdenken ab.

Wenn Ihre Kanzlei Taxaro nutzt

Arbeitet Ihre Steuerkanzlei mit Taxaro, ist das Übermitteln denkbar einfach: Sie öffnen die App, fotografieren den Beleg mit der Handykamera ab, legen ihn im passenden Vorgang ab — fertig. Kein Scannen, kein Umbenennen, kein E-Mail-Anhang. Die Übertragung ist verschlüsselt und DSGVO-konform, die Daten liegen in EU-Rechenzentren. In der App sehen Sie zugleich per Checkliste, welche Unterlagen noch fehlen, und werden vor Fristen automatisch per Push erinnert. Wenn Sie eine Frage an Ihre Kanzlei haben, schreiben Sie einfach eine Nachricht — so einfach wie WhatsApp, nur sicher und direkt beim richtigen Vorgang. Kein App-Fan? Der Zugang funktioniert auch im Browser am Rechner. Wie der digitale Belegtransfer in der Praxis abläuft, zeigt der verlinkte Beitrag.

Häufige Fragen

Wie schicke ich Belege sicher an meinen Steuerberater? Am sichersten und einfachsten über das Portal oder die App Ihrer Kanzlei. Dort sind die Daten verschlüsselt unterwegs, jeder Beleg landet automatisch an der richtigen Stelle und nichts geht im Postfach verloren. Eine normale, unverschlüsselte E-Mail ist für vertrauliche Steuerunterlagen dagegen kein sicherer Weg. Fragen Sie Ihre Kanzlei, welchen digitalen Kanal sie anbietet.

Kann ich Belege per Handy an die Kanzlei senden? Ja. Mit der App vieler Kanzleien fotografieren Sie den Beleg einfach mit der Handykamera ab, und er wird direkt und sicher übertragen — ohne Scanner und ohne umbenennen. Das ist der schnellste Weg für unterwegs. Achten Sie nur darauf, dass der Beleg vollständig und gut lesbar auf dem Foto ist.

Welche Unterlagen braucht der Steuerberater? Das hängt von Ihrer Situation ab, typisch sind Ein- und Ausgangsrechnungen, Kontoauszüge, Kassenbelege, Verträge und Bescheide. Am besten fragen Sie Ihre Kanzlei nach einer konkreten Liste für Ihren Fall. Viele Kanzleien stellen im Portal eine abhakbare Checkliste bereit, auf der Sie sehen, was noch fehlt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am sichersten und einfachsten übermitteln Sie Belege über das Portal oder die App Ihrer Kanzlei — verschlüsselt, sortiert und mit Überblick über offene Punkte.
  • Eine normale E-Mail ist unverschlüsselt und unübersichtlich; für vertrauliche Steuerdaten ist sie kein guter Weg.
  • Ein Cloud-Ordner hält Belege zusammen, bleibt aber umständlich und erinnert Sie nicht an Fristen.
  • Achten Sie auf lesbare, vollständige Belege ohne kryptische Dateinamen und liefern Sie rechtzeitig.
  • Nutzt Ihre Kanzlei eine App wie Taxaro, genügt ein Foto mit dem Handy — der Beleg landet direkt und sicher am richtigen Ort.

Aus der Praxis

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